Rückschau – Angeln vom Sonntag, 28. Juni
Frühsommer und fast 40 Grad am Samstag – absolut verrückt. Mir war sofort klar, dass mein geplanter Angelausflug am Sonntag unter diesen extremen Bedingungen eine echte Challenge wird.
Ich sag’s, wie es ist: Hätte ich den Teich 2 im Forellenpark Gut Schnede nicht schon über ein Jahr im Voraus gebucht – ich wäre heute ganz sicher auf dem Sofa oder besser in meinem kühlen Keller geblieben. Bei diesen Temperaturen schalten Forellen normalerweise komplett auf Energiesparmodus. Die haben da andere Sorgen. So wie wir auch ![]()
Aber wir hatten einen Trumpf im Ärmel: Durch die Anlage fließt das eiskalte, sauerstoffreiche Wasser der Luhe. Das hält die Fische munter! So die Theorie…
Erst Weltuntergang, dann Sauna
Die Anfahrt war wild: Gewitter, Starkregen und ein Temperatursturz von fast 40 Grad (am Vortag) auf kühle 20 Grad am Morgen. Doch am Wasser stieg das Thermometer blitzschnell wieder an.

Spoons im Morgengrauen
Noch vor dem Besatz ging es los: Mit einem Gigas la vin (2g) konnte ich mich erfolgreich entschneidern. Der erste Fisch lag im Kescher! Nach dem Besatz um 8:00 Uhr lief es für gut eine Stunde richtig rund – die Spoons lieferten.
Taktikwechsel
Gegen 9:00 Uhr knallte die Sonne erbarmungslos. Die Spoons verloren ihren Reiz, auf Gummi ging gar nichts. Die Rettung? Kleine, flach laufende Wobbler! Aggressiv geführt, brachten sie die Forellen durch Reizbisse doch noch ans Band. Mein Favorit ist hier geradfe im Sommer der 1089 Kobo Sakasanyoro Slim 35FS.
Um 12:00 Uhr war Schluss. Das Ergebnis: 13 Forellen im Sack und kein Sonnenbrand! ![]()
Survival-Tipps
Damit dein Trip im Sommer nicht im Hitzeschock endet, hier unsere goldenen Regeln:
- Sonnenschutz: Hoher LSF, Cap und Polbrille (hilft auch beim Fische lokalisieren) sind Pflicht.
- Trinken & Pause: Jede Stunde eine Pause im Schatten einlegen und mindestens 0,5 Liter Wasser trinken.
- Snacks: Frisches Obst und ein Pausenbrot bringen die Konzentration zurück
- Kühlbox-Hack: Kühlakku zu Hause auf bis zu -32 °C runterkühlen. Am Wasser gehört die Box konsequent in den Schatten – sonst steigt die Temperatur und der Fang verdirbt. Leicht zu erkennen beim ausnehmen wenn sich die Gräten lösen. Mehr Tipps gibt es im entsprechenden Blogartikel.
- Der Fisch gehört nach dem Fang und versorgen sofort in die Kühlbox. Sonst ist der Fisch bereits nach 10-15 Minuten in der Hitze verdorben. Mehr zum Thema richtiges kühlen gibt es hier.
Mein Fazit
Lasst es an solchen Tagen etwas ruhiger angehen und seid mit jedem Fisch zufrieden der ans Band geht.
Im Zweifel gilt: Bleib lieber zu Hause! Unterschätz das nicht: In 6 Stunden am Wasser macht ein UL-Angler gut 10.000 Schritte und legt dabei rund 8,3 km zurück. Bei den aktuellen Temperaturen solltest du das nur durchziehen, wenn du körperlich absolut topfit bist.

Ich wünsche euch einen entspannten Sommer 2026!
Eurer
Meik

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